Den inneren Schweinehund überwinden

Gesund leben, sich gut fühlen und vor allem fit sein. Wie viel davon ist das Ergebnis unserer genetischen Veranlagung? Wenn es um das Wohlbefinden geht, spielt Glück eine marginale Rolle. Denn um gut und lange zu leben, müssen wir zusätzlich zu unserer genetischen Veranlagung viel an uns selbst arbeiten: Denn wenn wir uns motivieren und gut mit uns selbst umgehen, können wir unsere Gesundheit nicht nur auf kurze Sicht, sondern auch langfristig verbessern.
Den inneren schweinehund überwinden

Gesunde Ernährung, konsequente körperliche Betätigung und lernen, mit Stress umzugehen – diese Dinge sind die Säulen eines gesunden Lebens1. Leichter gesagt als getan.

 

Denn Faulheit ist unser schlimmster Feind: Wie oft haben wir uns schon vorgenommen, ab jetzt gesünder zu essen und die Vorsätze sprichwörtlich über den Haufen geworfen? Wie oft haben wir beschlossen, ins Fitnessstudio zu gehen, ohne es in die Tat umzusetzen? Oder, schlimmer noch, wir haben uns im Fitnessstudio angemeldet, sind aber nie hingegangen. Gerade das hasst der innere Schweinehund: Sport, Ernährung und alles andere, zu dem wir uns erst motivieren müssen.

 

Motivation ist der Schlüssel, um sich fit zu halten und den inneren Schweinehund zu überwinden. Aber der Weg dahin ist oft mühsam, lang und unbequem. Man kommt nicht umhin, einiges an Anstrengungen zu unternehmen, um den bisherigen Lebensstil zu verändern. Aber dennoch, der Aufwand wird sich auszahlen.

KONKRETE ZIELFORMULIERUNG

 

Zunächst einmal, unabhängig davon, ob es sich um Sport oder Ernährung handelt, ist es wichtig, dass man sich klar definierte Ziele setzt. Sich zu motivieren wird leichter, wenn das gesetzte Ziel auch realistisch ist und nicht unerreichbar scheint.

 

Wenn wir uns zum Beispiel im Fitnessstudio anmelden, sollte man sich nicht direkt das Ziel setzen, jeden Tag hingehen zu müssen. Gerade als Anfänger reicht es völlig aus, zweimal die Woche Sport zu treiben. Auf diese Weise wird uns die Anstrengung nicht besonders plötzlich belasten und wir können Schritt halten. Gleichzeitig fördert dies unsere Motivation, den vorher festgelegten Weg weiterzugehen. So lässt sich der Schweinehund austricksen.

REGELMÄßIGKEIT UND KONTINUITÄT FÜR KÖRPER UND GEIST

 

Wenn ein Verhalten zur Gewohnheit wird, hört es auf, eine Last zu sein. Deshalb muss das Mantra zur Bekämpfung des inneren Schweinehundes in der Regelmäßigkeit und Kontinuität liegen: Zum Beispiel könnte der tägliche Verzehr von fünf Portionen Obst und Gemüse1 zumindest anfangs unerreichbar erscheinen. Und doch dauert es nur wenige Wochen, um Körper, Geschmack und Geist an die neue Essgewohnheit zu gewöhnen.

DRANBLEIBEN ZAHLT SICH AUS

 

Die Überwindung der Bequemlichkeit kostet Anstrengung und harte Arbeit, besonders heutzutage. Gerade in dieser schnelllebigen Zeit sind wir es gewöhnt, sofort das zu bekommen, was wir wollen: Der heutige Mensch ist zweifellos weniger geduldig als seine Vorfahren. Und doch bedeutet der Kampf gegen den Schweinehund auch, sich an ein hartes Programm zu halten, das insbesondere im Anfangsstadium unsere Geduld strapazieren wird. Aber, ist der innere Schweinehund erst einmal überwunden und das gewünschte Ziel erreicht, kann man vor allem eins sein: Stolz!

Quelle:

1. Stress and Health, John Wiley & sons, 2014.

*Vitamine B6 und D tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Auf die Bedeutung einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung und einer gesunden Lebensweise wird hingewiesen.